Titel: Zur Situation der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Stralsund
Datum: 18.10.2018
Federführung: SPD-Fraktion
Einreicher: Ute Bartel


Anfrage:

  • Wie viele Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gibt es in der Hansestadt Stralsund (Bitte unter Angabe des Stadtteils und sortiert nach kommunaler und freier Trägerschaft auflisten)?
  • In welchem Umfang und an welchen Stellen leistet die Hansestadt Stralsund Offene Kinder- und Jugendarbeit?
  • Wie werden die Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durch die Hansestadt Stralsund gefördert (Bitte nach Einrichtung, Fördersumme und Zahl der Personalausstattung auflisten)?

Begründung:

Die Hansestadt Stralsund stellt für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien Unterstützungsangebote durch in freier Trägerschaft befindliche Einrichtungen zur Verfügung. Zu dieser Form der Unterstützung und Beratung gehören unter anderem Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet allen Kindern und Jugendlichen vor Ort kostenfreie Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Hilfe. Sie fördert das freiwillige Engagement, die Sozialisation von Kindern- und Jugendlichen in den jeweiligen Stadtteilen und ist offen für jeden. Sie ist eine unverzichtbare Stütze bei der Alltagsbewältigung von vielen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.


In der 9. Sitzung der Bürgerschaft am 08.11.2018 antwortete Herr Albrecht wie folgt:

zu 1.)
Er weist zunächst darauf hin, dass diese Frage in die Zuständigkeit des Landkreises fällt. Wenn überhaupt hat nur der Landkreis als örtlich öffentlicher Träger nach dem SGB VIII sowie nach dem KJHG die komplette Übersicht über alle vorhandenen Angebote aller Träger. Es empfiehlt sich, die Anfrage an den Kreistag oder direkt an das Jugendamt zu stellen.

zu 2.)
Die Hansestadt Stralsund leistet – unter Hinweis auf die Antwort zu Frage 1 - konkret und unmittelbar (also als Träger der Jugendarbeit) keine Offene Kinder- und Jugendarbeit.

zu 3.)
Seit 2011 wird die Hansestadt zur Co-Finanzierung der Schulsozial-, Jugendsozial- und Jugendarbeit herangezogen, allerdings auf freiwilliger Basis.
Da sich die Stadt derzeit immer noch in der vorläufigen Haushaltsführung befindet, kann derzeit noch keine abschließende Aussage über die Förderhöhe getroffen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass für die drei Projekte der Gesamtbetrag von ca. 90.000 € geleistet wird und zwar wie folgt:
Jugendklub 2Day – Pommerscher evangelischer Kirchenkreis – rd. 24.800 €
Stadtteiltreff Heuboden – Kreisdiakonisches Werk – rd. 31.500 €
Stadtteiltreff Knieper West – SIC – rd. 33.000
In diesen Beträgen sind jeweils Kosten für eine Stelle enthalten.
Zusätzlich soll die Schaffung einer weiteren Personalstelle der Offenen Jugendarbeit in der Luther Auferstehungsgemeinde im Nachbarschaftszentrum in Grünhufe unterstützt werden. Die dafür erforderliche Co -Finanzierung in Höhe von 9.000 € erfolgt aus den vom Landkreis
ausgereichten Fördermitteln für flüchtlingsbedingte Mehraufwendungen. Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung sind auch in diesem Fall noch keine Mittel ausgezahlt worden.


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